Zivilcourage

… können Alle!

Eine Schlägerei an der Bushaltestelle, sexuelle Anmache im Club, rassistische Sprüche von Kolleg_innen, etc. Es gibt viele Alltagssituationen, in denen Zuschauende denken „Da müsste man doch was tun!“. Oder man wird selbst bedrängt und ärgert sich später, nicht handlungsfähig gewesen zu sein. Es gibt vieles, was Menschen davon abhält, sozialen Mut zu zeigen und da einzugreifen oder sich zu behaupten, wo die Würde gefährdet ist. Aber es gibt auch einiges an Wissen darüber, wie Zivilcourage und Selbstbehauptung funktionieren kann. Und es gibt jede Menge gewaltfreie Handlungsmöglichkeiten, die man trainieren kann.

  • Beispiel Forschungseinrichtung: Internationale Mitarbeitende wurden mehrfach im öffentlichen Raum bedrängt. Das Institut organisiert darauf hin einen Workshop, in dem Mitarbeitende trainieren, entschlossenen einzugreifen und selbstbewusst aufzutreten. In Rollenspielen kommen viele alltagspraktische Ideen auf, die Teilnehmenden lernen sich nebenbei besser kennen und vereinbaren, wie sie sich gegenseitig unterstützen können.
  • Beispiel Jugendverband: Im Rahmen eines jährlichen Kongresses beschäftigen sich Schüler_innen mit der Wirkung von diskriminierende Sprüchen und Mobbing. Sie suchen nach alltäglichen Situationen, in denen sie Andere dumm gemacht werden. In erfahrungsbasierten Übungen suchen sie nach ihrer hilfreichen Rolle, die sie dabei zukünftig spielen möchten.