Entscheidungsfindung

… damit diejenigen mitbestimmen, die betroffen sind!

Was unternehmen wir heute Abend? Wer macht was für das Fest nächste Woche? Wie richtet sich unsere Abteilung in den nächsten Jahren aus? Wie können wir effektiv diskutieren, statt uns in zähen Meetings im Kreis zu drehen? Mit welchen Hilfsmitteln können wir als Organisation besser die Weisheit vieler Mitarbeitenden einbeziehen?

Ob privat, in der ehrenamtlichen und politischen Arbeit oder im Geschäftsleben. Täglich müssen Entscheidungen getroffen werden. Wir unterstützen Gruppen, die partizipativer entscheiden möchten – sei es aus ideellen Gründen oder einfach, damit Beschlüsse endlich motiviert umgesetzt werden. Um gemeinsame Entscheidungsfindung zu leben, braucht es eine offene Haltung, persönliche Klarheit, Methodenkompetenz und passende Rahmenbedingungen. Doch dann können selbst größere Organisationen Basisdemokratie leben.

  • Beispiel Bioladen: Im Rahmen einer Konfliktmoderation arbeiten Inhaberin und die Angestellten heraus, dass sich alle mehr Beteiligung in strategischen wie operativen Entscheidungen wünschen. Doch es fehlt an Ideen und den Kompetenzen für gelebte Partizipation. Wir trainieren zwei Tage lang Haltung und Methoden gemeinsamer Entscheidungsfindung und reflektieren die Umsetzung im Rahmen eines Follow-Ups einige Wochen später.
  • Beispiel politische Initiative: Die Mitglieder haben den Anspruch, gleichberechtigt zu diskutieren und im Konsens zu entscheiden, wo sie aktiv werden. Aber gleichzeitig beteiligen sich oft nur Wenige aktiv an den unstrukturierten Plena. Einige nehmen die alten Hasen und Häsinnen dominant wahr – diese wiederum klagen über fehlende Lernbereitschaft der Neuen… In einem Sensibilisierungsworkshop arbeiten wir gemeinsam mit der Gruppe informelle Hierarchien und einige Konflikthintergründe heraus. Im zweiten Teil geben wir Anregungen für effizientere Konsensmoderation.